Die Kunst der Putzfassade
Fassaden gelten als »Kleider« von Bauwerken. Sie müssen vor allem zwei Anforderungen erfüllen: Schutz und Ästhetik. Ähnlich wie der richtige Stoff entscheidend zum Look eines Kleidungsstücks beiträgt, entfaltet auch eine Putzfassade ihre Wirkung erst dann, wenn Putzart und Putzstruktur mit Bedacht gewählt wurden. Nur so lassen sich Oberflächen erzielen, die durch das natürliche Spiel von Licht, Schatten und Farben besonders lebendig wirken.
Putz ist ein »bescheidener« und daher häufig unterschätzter Baustoff. Seine Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Verschiedene Regionen und Epochen haben zahlreiche Putztechniken hervorgebracht, die momentan leider meist auf wenige Standardputze reduziert werden.
Der ganztägige Workshop von Saint-Gobain Weber und db deutsche bauzeitung will Lust auf die Vielfalt des Materials wecken. Zunächst loten wir das ästhetische Potenzial von Putz in einer zeitgemäßen Architektur aus; im anschließenden Praxisteil legen die Teilnehmer selbst Hand an und gestalten unter Anleitung Putzmuster in verschiedenen Putztechniken (Kratzputz, Besenstrich/ Kammzug, Filzputz und Schleppputz).
Programm
10.00 Uhr
Eintreffen der Teilnehmer bei freiRaum in Stuttgart
10.15 Uhr
Begrüßung
Christian Poprawa, Direktor Vertrieb und Marketing Saint-Gobain Weber GmbH
Ulrike Kunkel, Chefredakteurin db deutsche bauzeitung
10.30 Uhr
Haptik und Materialität. Von der Materialwirkung im Raum
Vortrag Hannes Bäuerle, Inhaber raumPROBE, Stuttgart
11.10 Uhr
Verschiedene Putztechniken bei Sanierung und im Neubau
Werkbericht von Martin Bez, Bez + Kock, Stuttgart
11.50 Uhr
Frisch aufgetragen! Praktische Vorführung und Erklärung von Putztechniken
moderiert von Ulrike Kunkel, db
12.50 Uhr
Kurzer Überblick über weitere Gestaltungsmöglichkeiten mit Putz
Christian Poprawa, Saint-Gobain Weber GmbH
13.00 Uhr
gemeinsames Mittagessen
14.15 Uhr
Praxisworkshop in vier StationenTeilnehmer erproben unter Anleitung Putztechniken an Mustertafeln
16.15 Uhr
Abschluss und Get-together